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Die Umwandlung eines Industrieprojekts in ein lebendiges lokales Ökosystem
Die Entwicklung Bardon II im Herzen von Leicestershire zeigt, wie industrielle Entwicklung und Biodiversität durch langfristiges Umweltmanagement und Zusammenarbeit erfolgreich miteinander verbunden werden können.
Die Fläche mit Blick auf die Biodiversität bewirtschaften
Seit September 2022 ist idverde für die Pflege der Grünflächen am Standort verantwortlich, einschließlich Rasenpflege, Strauchschnitt, Heckenpflege, Unkrautbekämpfung und Abfallmanagement.
Das Pflegeprogramm folgt einem biodiversitätsorientierten Ansatz: Große Grasflächen werden bewusst natürlich wachsen gelassen, der Einsatz von Chemikalien wird minimiert und anfallende Grünabfälle werden zu Kompost verarbeitet und vor Ort wiederverwendet.
Aufgrund der ökologischen Bedeutung des Gebiets arbeitete idverde eng mit Ross Bray, Biodiversity Advisor der RSPB sowie Biodiversity Advisor für idverde in den Midlands, zusammen, um einen Biodiversity Enhancement Plan zu entwickeln.
Das Gelände war einst eine 73 Hektar große landwirtschaftliche Nutzfläche. Im Jahr 2016 erhielt es die Baugenehmigung für die Entwicklung eines Logistik- und Lagerstandorts mit drei Verteilzentren auf einer Fläche von rund 1,3 Millionen Quadratfuß. Im Rahmen der Planungsvorgaben wurde ein Teil des Areals für Landschaftsgestaltung und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität vorgesehen.
Heute ist Bardon II unter der Bewirtschaftung von idverde und mit fachlicher ökologischer Unterstützung durch die RSPB ein wachsendes Beispiel dafür, wie nachhaltiges Grünflächenmanagement wertvolle Lebensräume schaffen und gleichzeitig mit kommerzieller Entwicklung vereinbar sein kann.
Ein Biodiversitätsförderplan
Ein Biodiversitätsförderplan
Gemeinsam entwickelten idverde und die RSPB einen umfassenden Plan zur Aufwertung von Lebensräumen auf dem gesamten Gelände und zur Unterstützung der lokalen Tierwelt.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:
- Unterirdische Überwinterungshabitate für Kleintiere
- Sandhügel für Wildbienen zur Unterstützung von Bestäubern
- Saatflächen zur Verbesserung des Nahrungsangebots für Vögel und Insekten
- Auf Masten montierte Nistkästen für Turmfalken
- Wildblumenflächen mit heimischen Pflanzenarten
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Biodiversität zu erhöhen und gleichzeitig den langfristigen ökologischen Wert des Standorts zu stärken.
Unterstützung der Tierwelt durch nachhaltiges Management
Der Biodiversity Enhancement Plan führte auch zu Anpassungen des Pflegekonzepts für den Standort.
Entlang der Hecken wurden Pufferstreifen eingerichtet, während ausgewählte Grasflächen über längere Zeiträume ungemäht bleiben, um die Entwicklung natürlicher Lebensräume zu fördern. Auf begrünten Böschungen wurden heimische Wildblumen-Saatmischungen ausgebracht, um wertvolle Nahrungsquellen für Bestäuber zu schaffen.
Um die Tierwelt ganzjährig zu unterstützen, wurden zudem Winter-Saat- und Deckpflanzen angelegt, die Vögeln und Insekten in den kälteren Monaten Nahrung und Schutz bieten.
Bestehende natürliche Strukturen aufwerten
Überwachung der Biodiversität
Regelmäßige Erhebungen von Tierarten und Lebensräumen werden von lokalen RSPB-Freiwilligen durchgeführt, die als Biodiversity Surveyors tätig sind. Diese helfen dabei, den Erfolg der Naturschutzmaßnahmen am Standort zu überwachen und besonders schützenswerte Arten zu identifizieren.
Zu den am Standort erfassten Tierarten gehören unter anderem Feldhasen, die zeigen, wie widerstandsfähig die Natur auch in Verbindung mit industrieller Entwicklung sein kann.
Besucher und Mitarbeitende werden dazu eingeladen, den Rundweg auf dem Gelände zu erkunden und die sich weiterentwickelnden Lebensräume zu erleben. Zukünftige Pläne umfassen zudem praktische Naturschutzmaßnahmen, an denen Mitarbeitende der Verteilzentren beteiligt werden sollen.
Ein Modell für zukünftige Projekte
Nach dem Erfolg des Bardon-II-Projekts wurde idverde gebeten, ähnliche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auch an anderen betreuten Standorten umzusetzen.
Das Projekt zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Experten für Grünflächenmanagement und ökologischen Fachspezialisten dazu beitragen kann, kommerzielle Entwicklung mit langfristiger Umweltverantwortung in Einklang zu bringen und Räume zu schaffen, in denen Unternehmen und Natur gemeinsam wachsen können.